Bauchdeckenstraffung: Letzte Rettung für die Figur

Mai 2nd, 2011 · No Comments

Nach der Schwangerschaft oder auch nach großen Gewichtsabnahmen haben Patienten manchmal den Wunsch, ihren „alten Bauch“ wieder zu bekommen. Die Bauchdeckenstraffung ist eine sehr komplizierte Möglichkeit der plastischen Chirurgie, die Figur wieder einigermaßen in Form zu bekommen. Eine aufwendige Operation steht bevor, die nicht ganz ohne Risiken ist. Voraussetzung, um überhaupt operiert zu werden, ist ein stabiles Gewicht – und zwar für einen längeren Zeitraum – natürlich aber auch ein gravierender Überschuss der Haut am Bauch. Wegen einer kleinen Speckrolle oder Hautfalte wird die Kasse keine Genehmigung ausstellen.

Vor der Bauchdeckenstraffung

Lange bevor mit der Bauchdeckenstraffung die letzte Etappe und Hürde genommen ist, beginnt ein Patient, ein drastisches Übergewicht zu reduzieren. Oftmals ist ein Magenband die Lösung, nicht mehr so viel zu essen und damit ein gewisses Gesundheitsbewusstsein an den Tag zu legen. Wer ein Gewicht von oft um die 200 Kilogramm ohne Ärzte, sondern mit Sport und Ernährungsumstellung auf ein normales Maß bringt, verdient höchsten Respekt. Was übrig bleibt, ist zwar dann eine schöne Zahl auf der Waage und – angezogen – ein vollkommen neues Körpergefühl. Doch unter den Pullis und T-Shirts verbirgt sich ein wahrer Schrecken für den erschlankten Menschen: Eine Fettschürze, die mindestens eine Hosengröße am Bund erforderlich macht, hängt am Bauch – der Rest der vielen Kilos, die abgenommen wurden. Diese Schürze ist aber oft auch nach Schwangerschaften zu sehen, entweder nach Mehrlingsgeburten, oder aber nach großen Gewichtszu- und abnahmen.

Konnte das Gewicht eine längere Zeit gehalten werden, wird der Patient dann beim Chirurgen vorstellig. Nach einigen Voruntersuchungen stellt sich dann heraus, ob die OP machbar ist. Die Blutwerte spielen eine Rolle, aber auch die allgemeine körperliche Verfassung des Menschen, ganz wichtig aber ist die Aussicht darauf, ob der Patient sein Körpergewicht halten kann. Ein Termin zur Bauchdeckenstraffung kann bei jeweils positivem Untersuchungsergebnis nun vereinbart werden.

Die Operation

Die Bauchdeckenstraffung wird in jedem Fall unter Vollnarkose vorgenommen. Wirkt die Narkose, ist der Operationsbereich zu desinfizieren. Wie die Schnitte verlaufen, hat der operierende Arzt vorher schon angezeichnet. Der Chirurg wird in den meisten Fällen einen Schnitt quer um den gesamten Bauch und Rückenbereich setzen. Dann wird die überschüssige Haut entfernt, die Haut wieder vernäht. Nun kommt es auf eine gute Wundheilung an. Die Schmerzen nach dem Eingriff werden sicher nicht ausbleiben, aber dagegen wird es eine wirksame Schmerztherapie geben. Außerdem lohnt es sich, etwas auszuhalten, denn danach wird das Leben endlich einfach und angenehm sein. Nach diesem letzten, für jeden Patienten erlösenden Schritt, geht es aufwärts – nur hoffentlich nie wieder auf der Waage.